Die Geschichte eines Federball
Seit dem großen und schwerfälligen Federball für "Battledore"
des 18. und 19. Jahrhundert hat sich der Ball in beträchtlichem Maße zu einem
anmutigen und strapazierfähigen Ball von heute verändert, der fähig ist,
einem kraftvollen Schmetterschlag zu widerstehen und eine Sekunde später einem
behutsamen Drop.

Um 1840: Ältester Federball im RSL-Museum - gefertigt in China,
in einer samtüberzogenen Korkbasis, 14 cm lang, 28,35 g schwer. Ein "Battledore-Federball",
der Vorläufer von Badminton.

Um 1890: Der "Barrel" Federball - gefertigt in
Frankreich - 20 Federn in einer Leder überzogenen Korkbasis (ohne Naht), 11,40
cm lang, wiegt dreimal so viel wie ein moderner Ball.

Um 1900: Gefertigt von Slazenger & Söhne, 16 Schrägerfedern,
mit Einführung einer Naht hergestellt und zwar mit Leinenfaden
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Um 1915: Gefertigt von George von Bussy, dem führenden
Sporthersteller von heute. Benutzt wurden abgerundete Favillion-Federn,
befestigt in einer samtüberzogenen Korkbasis
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Um 1915: Gefertigt von F.H. Ayres, London, dem Hauptkonkurrenten
Bussy. Naht, sowohl unter dem Federbusch der Federn als auch an der Basis des
Kiel.
Um 1920: Federball für draußen, gefertigt mit 8
"Husky-Federn" und zum ersten Mal mit einer Gummibasis.

Um 1930: In Indien gefertigt. Hühnerfedern, angenäht mit sehr
schwerem Baumwollfaden, um zu versuchen, dem Ball die Widerstandsfähigkeit
eines Gänsefedernballs zu geben, aber ohne Erfolg.

Um 1935: Experimenteller Federball mit gekämmten natürlichen
Darmsaiten, aber der Kork konnte auf Dauer in seiner Form nicht erhalten
bleiben, deshalb war die Flugbahn unregelmäßig.

Um 1947: Von RSL in Sandwich (England) gefertigt, mit gesprenkelten und
dunklen Federn, als nach dem Krieg weiße Federn schwer zu bekommen waren. Nur für
die Halle mit weißen Wänden geeignet.

Um 1963: Experimenteller Federball, gefertigt von RSL in Sandwich. Die
Federn wurden in verschiedenartiger Anordnung gelocht, um den Ball eine
stabilere Flugbahn zu geben und zusätzlich Widerstandsfähigkeit durch eine
dritte Naht am oberen Ende. Er flog gut, hielt aber nicht lange.

Um 1993: Moderner Federball mit Gänsefedern aus dem Norden Chinas, wo
es kalt ist, was die Tiere veranlaßt, Fett aufzubauen, welches Öl an die
Federn abgegeben wird und ihnen Stärke verleiht. Befestigt sind sie in einer
zweiteiligen Korkbasis. Die obere Schicht hat eine horizontale Maserung, um dem
Federkiel eine feste Bindung zu geben. Die unter Schicht hat eine vertikale
Maserung, um den Federball das traditionelle "feel" zu geben, mit
synthetischem Lederbezug, strukturiert, um die Ballkontrolle zu gewährleisten.
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