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Die Herstellung eines Federball


Ein Bericht am Beispiel einer Firma in der VR China


Haben Sie sich einen Naturfederball - unter 5 Gramm, zart gebaut und dennoch den stärksten Schlägen standhaltend, strahlend weiß mit geordneten, glänzenden Federn oder schon gespielt, ein wenig zersaustes Federkleid aufweisend - schon einmal angesehen? 

Ein Kunstwerk!

Die angelieferten Federn werden grob sortiert, mit Seife unter Zugabe von Bleichmitteln gewaschen, dann getrocknet (im Winter in speziellen Trockengeräten, im Sommer in der Sonne). Dann gilt es die Federn fein zu sortieren, ob mit Links- oder Rechtsbeugung, Breite (groß-mittel-schmal). Besondere Qualifikation erfordert die Arbeit des Endsortieren. Hier geht es um die Stärke des Halms und der Beugung, die Dichte der Federn und schließlich das Zurechtschneiden einzelner Federn. Die Arbeitskräfte, durchwegs weibliches Personal, arbeiten in einer 50-Stunden-Woche täglich 8 Stunden, mit 10 Minuten Pause alle 2 Stunden. Cirka 14.000 Federn pro Mädchen werden dabei sortiert! 

Schließlich werden die Federn nach einem speziellen Maß kontrolliert und nochmals komplett überprüft.

Dann wird der Kork, der bereits mit einem PU-Überzug aus Portugal angekauft wird, für die Federnfixierung vorbereitet. Es werden maschinell die erforderlichen 16 Löcher gestanzt und die Federn gesetzt. Die so gesetzten Federn werden justiert, so daß der Federkorb seine runde Form bekommt und das Ganze wird dann noch mit Klebstoff fixiert. 

Das Garn wird mit einer Art Häkelnadel in atemberaubender Geschwindigkeit händisch aufgebracht und dann maschinell verklebt, was dem Kork seine Haltbarkeit verleiht. 

Nach der Trocknung wird die Geschwindigkeit der Bälle getestet. Jeder einzelne Ball wird mit einer Ballmaschine durch die Badmintonhalle geschlagen und von Kartons, die in den einzelnen Geschwindigkeitszonen stehen, aufgefangen. Diese Geschwindigkeitszonen verändern sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit. 

Erst dann werden die Flugeigenschaften getestet, indem alle Bälle erneut per Ballmaschine durchgeschlagen werden und von guten Spielern, händisch, je nach Flugverlauf, in Kategorie 1 (vollkommen), 2 (recht gut) und 3 (etwas unruhig) eingeteilt werden. 

Schließlich werden die Bälle in Dosen zu je 12 Stück verpackt, selbstverständlich unseren Verpackungsordnungen gerecht, etikettiert und entweder in Kartons zu je 25 Dosen, Verpackungsordnungen gerecht, etikettiert und entweder in Kartons zu je 25 Dosen, die wieder in einen Master-Versandkarton von 100 Duzend kommen, oder gleich in Versandkartons zu je 50 Duzend zum Versand gebracht.

Die Fluggeschwindigkeit wird durch das Gewicht (77 grains wird zu 90 % in Deutschland verwendet, 76 ist langsamer und 78 ist schneller) und den Winkel, in dem die Federn im Kork befestigt sind, bewirkt, weiters durch die Temperatur und die Höhenlage des Spielortes. Prinzipiell fliegen schwerere (schnellere) Bälle weiter, was auch bei höherer Lage der Fall ist.

 

 

 

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